Naturzentrum Amrum




Beobachtungspunkte

   
Damit Sie unter den fünf Inseldörfern das richtige auswählen, um gleich morgens vor der Haustür die "richtigen" Vögel beobachten zu können, stellen wir ihnen hier fünf günstige Beobachtungsplätze auf Amrum vor. Ihre Beobachtungen teilen Sie bitte uns mit oder tragen sie in die Beobachtungskladde am Naturzentrum ein. So kann jeder sehen, welche Vogelarten an welchen Orten auf der Insel gerade von "Kollegen" beobachtet wurden. Viel Spass!
 
 
Karte Amrum
 
Strand/Kniepsand
 
Dünen  
Wald  
Heide  
Marsch/Wiese  
Salzwiese  
Frei-/Nutzflächen  

 

Kniepsand

Der breite Strand an der Westseite der Insel bietet für Strandbrüter ideale Lebensbedingungen, die leider durch den intensiven Tourismus stark eingeschränkt werden.

Im Frühjahr und Sommer brüten Fluß-, Küsten- und Zwergseeschwalben am Strand. Weiterhin brüten auf den weiten Flächen des Kniepsandes mehrere Paare Sandregenpfeifer, Austernfischer und Sturmmöwen. Die Vordünen werden von hunderten Möwen, die in den Dünen brüten, als Ruheplatz genutzt.
In der Zugzeit lassen sich kleine Trupps Limikolen wie zum Beispiel Pfuhlschnepfen, Knutts und verschiedene Strandläufer beobachten.
Sanderlinge sind das ganze Winterhalbjahr zu sehen, genauso wie Schneeammern und Ohrenlerchen.


 

Naturschutzgebiet Amrumer Odde

brütende Seeschwalbe im Sand
Brütende Küstenseeschwalbe
Die Amrumer Odde ist bereits seit 1934 Naturschutzgebiet und wird von dem "Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e.V." durch ehrenamtliche VogelwärterInnen betreut. Die Dünen der Odde sind ganzjährig für die Öffentlichkeit gesperrt. Sie können jedoch außerhalb der Absperrungen am Strand die Odde umwandern. Der Vogelwart bietet von März bis Oktober täglich (außer Montags) um 10 Uhr am Aufgang zum Vogelwärterhaus eine Führung über die Odde an. Im Frühjahr und Sommer ist die Odde Brutplatz für verschiedene, teilweise sehr seltene Vögel, wie zum Beispiel Mittelsäger, Zwergseeschwalbe, Sandregenpfeifer, Sumpfohreule und Eiderente.
Zusätzlich befindet sich auf der Odde eine Möwenkolonie mit etwa 820 Paaren Heringsmöwen, 340 Paaren Silbermöwen und 12 Paaren Sturmmöwen. In der Zugzeit finden sich auf der abgetrennten Nordspitze große Gruppen von Eiderenten, Austernfischern und anderen Meeresenten, die dort ungestört rasten, aber auch beobachtet werden können.
 

Norddorf Teerdeich

Kegelrobben
Kegelrobben und Austernfischer auf der Odde
Ästhetisch nicht gerade eine Meisterleistung, bietet der Norddorfer Teerdeich jedoch ideale Gelegenheit, verschiedene Limikolen, Gänse und Enten zu beobachten.

Vom Deich aus lassen sich im Frühjahr und Herbst riesige Vogelschwärme beobachten, die wie große Wolken über das Deichvorland schweben. Diese Wolken bestehen hauptsächlich aus Knutts, Alpenstrandläufern, Pfuhlschnepfen, Kiebitzregenpfeifer und Großen Brachvögeln.
Regelmäßige Beobachtungen von weniger häufigen Limikolen, wie zum Beispiel verschiedenen Wasser- und Strandläufern machen den Teerdeich auch für erfahrene Ornithologen zu einem interessanten Beobachtungsgebiet. Natürlich fehlen nicht die Trupps der verschiedensten Enten- und Gänsearten und mit etwas Glück auch verschiedene Säger- und Taucherarten.


 

Norddorfer Marsch

Blick vom Norddorfer Teerdeich
Vogelschwärme in den Salzwiesen

Wer vom Norddorfer Teerdeich aus in den Salzwiesen Vögel beobachtet hat, für den bietet es sich an, auch noch einen Blick in die Norddorfer Marsch zu werfen. Die flache Wiesenlandschaft mit ihren zahlreichen Gräben, Blänken und den verteilten Schilfflächen ist Brut- und Rastplatz für viele Vogelarten. Von den rund um und durch die Marsch führenden Wegen, sind fast alle Flächen gut einsehbar, so dass schöne Beobachtungen problemlos möglich sind.

Eine besondere Bedeutung hat die Marsch als Brutplatz. So brüten dort unter anderem Bekassine, Rohrweihe, Graugänse, Uferschnepfe, Kiebitz, Reiherente, Krickente, Löffelente, Rotschenkel, Austernfischer und Säbelschnäbler. Diese Vogelarten sind besonders im Frühjahr und im Sommer gut zu beobachten. Zur Zugzeit im Frühjahr und Herbst rasten auf den offenen Wiesen der Marsch große Trupps von Goldregenpfeifern und in den Blänken sind regelmäßig einzelne Limikolen und Enten zu entdecken. Im Winterhalbjahr halten sich mehrere Kornweihen auf Amrum auf, die in der Marsch jagen. Pfeif-, Spieß- und Krickenten sieht man gründelnd in den Blänken.


 

Steenodder Kliff

Ringelgänse
Ringelgänse sorgen für eine gute Düngung
Das Steenodder Kliff ist eine natürlich entstandene Abbruchkante an der Südostseite der Insel und ist Teil des Naturschutzgebietes "Amrum Ostküste". Der Steinstrand ist Brutplatz für Sandregenpfeifer und Austernfischer. Zusätzlich sammeln sich dort Enten und Limikolen zum Rasten. Dadurch, dass sich die Menschen hier an die Absperrungen halten, lassen sich die Vögel oft aus geringer Entfernung gut beobachten.

Als Beobachtungsplatz ist das Steenodder Kliff ganzjährig interessant. Im Frühjahr und Herbst bietet es Rastplatz für Ringelgänse, Eiderenten, Pfuhlschnepfen, Steinwälzer und Meerstrandläufer. Zur Brutzeit lässt sich ein direkter Einblick in das Familienleben von Austernfischer, Sandregenpfeifer und Co gewinnen.

Der Tontaubenschießstand am Kliff wird außer zur Brutzeit ganzjährig genutzt. Der Schießstand existierte bereits, bevor in den 70er Jahren das Naturschutzgebiet "Amrum Ostküste" eingerichtet wurde, und geniesst deshalb Bestandsschutz.


Steenodder Kliff
Kliffkante in Steenodde (Ual Aanj)